Die Green Solutions präsentieren euch monatlich gute Neuigkeiten aus verschiedenen Bereichen, die den Klima- und Umweltschutz betreffen. In diesem Format geht es nicht darum, die Bedrohlichkeit des Klimawandels kleinzureden oder zu ignorieren, dass der Schutz von Klima und Umwelt weiterhin hinter der Zerstörung derselben zurückbleibt. Es ist aber auch wichtig, sich immer wieder vor Augen zu halten, dass der Einsatz für Klima- und Umweltschutz Ergebnisse erzielt. Sonst droht die gesamte Gesellschaft, in Fatalismus und Zynismus zu versinken. Die Green Solutions konzentrieren sich deshalb auf Meldungen, die tatsächlich „Lösungen“ sind – also echter Fortschritt.
Green Solutions bei der Stromerzeugung:
Laut der nationalen Energiebehörde hat China dieses Jahr bereits 268 GW Kapazität an erneuerbarer Energie neu gebaut. Das ist eine Verdopplung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024. Insgesamt ist in China damit jetzt eine Kapazität von über 2.100 GW an erneuerbarer Energie installiert.
2024 war in den Niederlanden das erste Jahr, in dem erneuerbare Energien mehr als die Hälfte des Stroms erzeugten. Der Anteil fossiler Brennstoffe an der Stromerzeugung sank seit 2018 rapide von 80 % auf 46 %, während der Anteil erneuerbarer Energien Von 16 % auf 50 % anstieg. Die restlichen rund 3 % stammen weiterhin aus Atomkraft.
Die Kapazität aller installierten Solaranlagen in Afrika hat im ersten Halbjahr 2025 erstmals 20 GW überschritten. Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 haben alle afrikanischen Länder gemeinsam über 15 GW an Solaranlagen aus China importiert – ein Anstieg von 60 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In einzelnen Ländern war der Anstieg besonders groß: Algerien ver-33-fachte seine Importe im Jahresvergleich, Sierra Leone kann allein mit den in den letzten 12 Monaten importierten Modulen theoretisch über 60 % seines gesamten Strombedarfs decken.
Green Solutions bei Stromspeichern:
In Australien ging im August eine der größten Batterien der Welt in Betrieb. Die Waratha Super Battery wird in Zukunft eine Nennleistung von 850 MW bei einer Kapazität von 1.680 MWh bringen können. Die Batterie wurde auf dem Gelände eines stillgelegten Kohlekraftwerks errichtet und gilt als Fortschritt bei der Stabilisierung des Netzes, da sie am Tag überschüssig produzierten Solarstrom aufnehmen kann und bei Bedarf wieder ins Netz einspeist. Im Extremfall könnte die Batterie demnach fast eine Million Haushalte für eine Stunde allein mit Strom versorgen.
Der Ausbau von Stromspeichern in South Australia ging in den letzten Jahren so schnell voran, dass der Bundesstaat voraussichtlich 2027 das erste größere Gebiet der Welt wird, das zu 100 % aus erneuerbaren Energien mit Strom versorgt wird.
Im Senegal wurde das erste kombinierte Solar-Speicher-Projekt in Betrieb genommen. Neben einer Solaranlage (500 MW Nennleistung) steht dort nun auch ein Batteriespeicher (10 MW Leistung/20 MWh Kapazität) zur Verfügung. Damit kann ein Teil des überschüssig produzierten Stroms jetzt zwischengespeichert werden und steht zur Verfügung, wenn die Sonne nicht mehr scheint.
Green Solutions durch Klimafinanzen:
2025 wird weltweit doppelt so viel Geld in saubere Energie gesteckt wie in fossile Brennstoffe. Das zeigt eine neue Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA). 2,2 Billionen $ werden demnach in saubere Energie gesteckt – der Großteil davon in Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, den Ausbau von Stromnetzen und –speichern sowie Effizienzsteigerungen. Auf der anderen Seite werden nur noch rund 1,1 Billionen $ in fossile Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle investiert.
Zum Vergleich: Noch vor 10 Jahren waren die Investitionen in fossile Brennstoffe höher als die Investitionen in saubere Energie. Diese Entwicklung zeig, dass auch in der Finanzwelt immer stärker auf Erneuerbare gesetzt wird.
Green Solutions für Tier- und Artenschutz:
In Colorado (USA) wird aktuell die größte Wildtierquerung der Welt über eine Autobahn gebaut. Die Autobahn durchschneidet die Wandergebiete von Elchen, Maultierhirschen und Gabelböcken. In den letzten Jahren war es fast täglich zu Unfällen gekommen, die neue Brücke soll die Zahl der Zusammenstöße senken.




